
Die Glaubenskongregation hat im Dienst am Glauben der katholischen Kirche das Selbstverständnis der katholischen Kirche dargelegt. Sie rief die Lehraussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der päpstlichen Dokumente unter Einbeziehung der Bibel seit dieser Zeit in Erinnerung.
Da es immer wieder Fehldeutungen gab und Katholiken verunsichert wurden, hat die Glaubenskongregation mit dem Schreiben der Einheit der katholischen Kirche weltweit einen wichtigen Dienst erwiesen. Dieses Schreiben "Antwort auf Fragen zu einigen Aspekte bezüglich der Lehre über die Kirche" betont überdies die Gemeinsamkeiten mit den kirchlichen Gemeinschaften der Reformation. Die Stellungnahmen der evangelischen Vertreter haben jedoch dokumentiert, dass diese kirchlichen Gemeinschaften sich in der Folge der Reformation von wesentlichen Inhalten der katholischen Kirche, wie im Schreiben aufgezeigt, entfernt haben.
Völlig unbegreiflich ist es, wenn einzelne katholische Bischöfe in Deutschland in den Medien mit einer emotionalen Diktion auf Distanz gehen zur katholischen Glaubenslehre und zum Papst, in dessen Dienst die Glaubenskongregation steht. Bischöfe sind "zu Hirten bestellt", "Lehrer des Glaubens" und "Diener in der Leitung" (vgl. Can 375 §1). Die "Dienste des Lehrens und Leitens" können sie "nur in der hierarchischen Gemeinschaft mit dem Haupt und den Gliedern des Kollegiums ausüben" (vgl. Can 70 § 2). Bevor die Bischöfe ihre Weihe empfangen, haben sie "das Glaubensbekenntnis abzulegen und den Treueid gegenüber dem Apostolischen Stuhl nach der vom Apostolischen Stuhl gebilligten Formel zu leisten" (vgl. Can. 380). Die Bischöfe in der katholischen Kirche sind gemäß ihrer Berufung und Sendung zur Solidarität mit dem Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi, dem Papst, verpflichtet.
Wir appellieren an die Bischöfe Deutschlands, die Einheit mit dem Papst immer wieder in aller Öffentlichkeit zu bekunden. Wir rufen sie auf, alle Versuche, die Verbindung der deutschen Katholiken mit dem Heiligen Vater zu stören, mit aller Deutlichkeit und Klarheit zurückzuweisen.
Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken
Gerhard Braun, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft