
An den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Karl Lehmann, an den Vorsitzenden der Europäischen Bischofskonferenz Kardinal Péter Erdö und an die Diözesanbischöfe Deutschlands.
Im Deutschen Bundestag ist, ausgerechnet während eines entscheidenden Spiels innerhalb der Fußball-Weltmeisterschaft, handstreichartig das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verabschiedet worden. Das Plenum war nur schwach besetzt.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bedroht das Grundrecht der Meinungs- und Redefreiheit. Abtreibung ist "ein verabscheuungswürdiges Verbrechen" (GS 51), homosexuelles Tun "eine schlimme Abirrung" (KKK 2357) und ein schwerer Verstoß gegen Gottes Gebote. Diese Tatsachen wird man künftig nicht mehr aussprechen dürfen, ohne sich strafbar zu machen. Priester und Laien werden künftig die Lehre der Kirche nicht mehr vertreten dürfen.
Die für den kirchlichen Bereich vereinbarten Regelungen werden angegriffen und im Stil einer Gleichschaltung langfristig keinen Schutz bieten. Ärzten und Krankenhauspersonal wird das Recht genommen werden, gemäß ihrem Gewissen die Mitwirkung an Abtreibungen zu verweigern. Bitte machen Sie öffentlich Front gegen dieses Gesetz!
Rütteln Sie die Allgemeinheit wach!
Machen Sie Ihren Einfluss überall, wo es Ihnen möglich ist, geltend, damit das so genannte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz entscheidend geändert wird.
Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken
Gerhard Braun, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft