Zur Stammzellenforschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die dahinter stehenden Wirschaftskreise haben sich massiv für eine Lockerung und Änderung des geltenden Stammzellengesetzes ausgesprochen. Dieses Gesetz schützt embryonale Zellen, die aus der Verschmelzung einer menschlichen Ei- und Samenzelle entstanden sind. Der Forschungslobby geht es um die Profite aus der kommerziellen Verwertung der Ergebnisse der Stammzellenforschung.

Aufgabe des Nationalen Ethikrates wäre es gewesen, die sittliche Seite einer Aufweichung des Embryonenschutzes aufzuzeigen: Sie bedeutet Tötung menschlichen Lebens. Der Nationale Ethikrat hat sich nun mehrheitlich für eine Lockerung des Embryonenschutzes ausgesprochen und damit versagt. Nur die beiden Vertreter der katholischen Kirche haben dagegen gestimmt.

Die Bundesregierung mit der verantwortlichen Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) ist jetzt zu einer grundsätzlichen Lockerung der geltenden Regelung bereit. Gegen die drohende Verschlechterung des Lebensschutzes hat Bischof Heinz-Josef Algermissen von Fulda klar und deutlich seine Stimme erhoben.

Embryonenforschung ist - wie jede Forschung - nicht wertfrei, sondern wertgebunden. In diesem Fall geht es um den höchsten Wert in einer humanen Gesellschaft, nämlich um das menschliche Leben. Das Forum Deutscher Katholiken und die Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester danken Bischof Algermissen und den katholischen Vertretern im Nationalen Ethikrat für ihre mutige Haltung und solidarisieren sich mit ihnen.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken
Gerhard Braun, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft

zurück zur Übersicht

 

© 2010 Forum Deutscher Katholiken e. V.| Home | Kontakt | Links | Impressum |