Multireligiöse Gottesdienste an Schulen unter Beteiligung der katholischen Kirche nicht möglich

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat entschieden, dass multireligiöse Gottesdienste an Schulen unter Beteiligung der katholischen Kirche nicht möglich sind, weil dadurch eine Verwischung der Unterschiede und eine Verwirrung der Kinder stattfindet.

Die Ortsbischöfe haben den Auftrag und die Pflicht dafür zu Sorgen, dass der Glaube der Kirche unverfälscht gelehrt und weitergegeben wird. Dies gilt auch für religiöse Feiern an Schulen. Kinder sollen erst in ihrem Glauben gefestigt werden und ihre religiöse Identität finden. Multireligiöse Veranstaltungen sind Ausdruck des Relativismus. Sie leisten der verbreiteten Meinung Vorschub, dass im Bereich der Religion alles gleich-gültig sei.

Wie das Beispiel von Papst Benedikt XVI. zeigt, sind Toleranz und gegenseitige Achtung gerade dann gegeben, wenn die Vertreter und Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften getrennt beten.

Das Forum Deutscher Katholiken dankt Kardinal Meisner, dass er sich an die Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils sowie an die Bestimmungen der Kirche für den interreligiösen Dialog hält und sich nicht der Diktatur des Relativismus beugt.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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