Auch die Presse muss die Menschenwürde respektieren

Eines steht fest: Die jetzigen Auseinandersetzungen in moslemischen Ländern wegen Karikaturen zu Mohammed sind nicht von Christen verursacht, sondern von Vertretern einer säkularen Welt, die Presse- und Meinungsfreiheit absolut setzen.

Auch wenn diese Karikaturen für politische Zwecke instrumentalisiert, für Hass und Gewalt missbraucht werden und eine unverhältnismäßige Reaktion darstellen, bleibt ein berechtigter Grund für Empörung, nämlich die Verletzung religiöser Gefühle. Denn es gibt keine Freiheit die berechtigt, das verächtlich zu machen, was anderen Menschen heilig ist, und sie in ihrer Würde zu verletzen.

Denn die Pressefreiheit muss die Menschenwürde respektieren.

Es gilt, was der Vatikan in seiner Erklärung klargestellt hat: "Das Recht auf Meinungs- und Ausdrucksfreiheit, kann nicht das Recht einschließen, die religiösen Gefühle von Gläubigen zu verletzen. Dieses Prinzip gilt natürlich für alle Religionen."

Wir nehmen deshalb den Vorgang zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass christliche Symbole, Religionsdiener und religiöse Einrichtungen bei uns in den vergangenen Jahren wiederholt verhöhnt und lächerlich gemacht wurden und Christen von den Gerichten nicht den Schutz erfahren haben, der ihnen von der Verfassung zusteht und der ein friedliches Zusammenleben zwischen Gläubigen und Nichtglaubenden fördert und gewährleistet.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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