Volkfrömmigkeit ist weit mehr als Folklore - Das Forum Deutscher Katholiken unterstützt Erzbischof Dr. Schick

"Wir unterstützen Erzbischof Dr. Ludwig Schick von Bamberg nachdrücklich, wenn er eine stärkere Förderung der Volksfrömmigkeit verlangt. Diese Frömmigkeit ist bei näherem Zusehen gar nicht vom Volk aufgegeben, sondern ihm in oft schmerzlichen Prozessen genommen worden", erklärte der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken, Hubert Gindert, am 1. Juli in Kaufering. Verantwortlich dafür sei eine "verkopfte Theologie" ebenso gewesen wie die "Arroganz mancher sich intellektuell wähnender Verantwortlicher in Pastoral und Katechese". Der Bamberger Erzbischof habe erkannt, welche verheerenden Wirkungen diese oft künstlich forcierte Fehlentwicklung vor Ort – in den Gemeinden und in den Familien – gehabt hätten und noch immer entfalteten. "Ohne gesunde und lebendige Volksfrömmigkeit gibt es keine erfolgreiche Weitergabe des Glaubens, das ist die traurige Erfahrung der letzten Jahrzehnte", konstatierte Gindert. Er rief Priester, Laienseelsorger und Religionspädagogen auf, alle Ansätze zu fördern, die zur Wiederbelebung traditioneller Andachts- und Gottesdienstformen sichtbar würden, und ein neues Gespür dafür zu entwickeln, wie sehr Glauben und Frömmigkeit den ganzen Menschen und den Einzelnen in der Gemeinschaft erfassten.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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