Nicht vernunftgemäß zu handeln ist dem Wesen Gottes zuwider

In der moslemischen Welt gibt es eine künstlich geschürte Aufregung über ein Zitat aus dem Mittelalter, das Papst Benedikt XVI. in einer wissenschaftlichen Vorlesung zum Thema "Glaube und Vernunft" verwendet hat. Der Papst hat in dieser Rede genügend verdeutlicht, dass dieses Zitat nicht seine Auffassung ist, sondern ihm zur Erläuterung des Themas dient. Der Papst hat sich dabei an die wissenschaftlichen Standards international anerkannter Universitäten gehalten.

Dem Heiligen Vater ging es in seiner Vorlesung um das Verhältnis von "Religion und Gewalt". An dem Zitat war ihm folgender Gedanke wichtig: "Gott hat kein Gefallen am Blut und nicht vernunftgemäß zu handeln ist dem Wesen Gottes zuwider. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung ... Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge, noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann ..." Konflikte müssen in einem friedlichen Dialog gelöst werden. Dazu sind alle Menschen verpflichtet, weil jeder Einzelne von Gott geliebt ist.

Das Forum Deutscher Katholiken steht uneingeschränkt zu den Aussagen des Papstes und lädt alle Muslime zu einem Dialog der Vernunft mit dem Papst unter Absage jeder Gewalt ein.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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