
Mit der Neuordnung des Laienapostolates in der Diözese Regensburg durch Einführung des Diözesanpastoralrates und des Diözesankomitees geschieht eine überfällige Reform der Laiengremien. Die Laien bekommen dadurch die Sendung, die ihrer eigentlichen Berufung entspricht, wie sie im 2. Vatikanischen Konzil formuliert wurde. Dort heißt es: "Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise zu eigen ... Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie das Salz der Erde werden kann" (Dogmatische Konstitution über die Kirche, Ziff. 31 u. 33).
Die bisherige Form der Laienarbeit hat dazu geführt, dass sich Laiengremien mit wesensfremden Themen wie Zölibat, Frauenpriestertum, Predigt von Laien in der hl. Messe beschäftigt haben, während gleichzeitig der Einfluss der Katholiken in Politik, Schule und im gesamten gesellschaftlichen Bereich ständig zurückgegangen ist und sich ein Laizismus ausbreiten konnte, der Religion und Kirche aus dem gesamten öffentlichen Raum herausdrängen möchte.
Das neu geschaffene Diözesankomitee mit seinen kirchlichen Vereinen und den katholischen Sozialverbänden kann sich nun auf die Aufgaben konzentrieren, die seiner Natur entsprechen und so auch zur Neuevangelisierung in Deutschland beitragen.
Die Reform des Laienapostolates in der Diözese Regensburg war notwendig. Sie ist richtig und muss sich deswegen über die Diözese Regensburg hinaus durchsetzen. Das Forum Deutscher Katholiken dankt Bischof Müller für seinen mutigen Schritt in die Zukunft!
Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken