
Ein Gespenst geht um in Europa: Der Laizismus
Der Laizismus ist das Bestreben Religion und religiöse Symbole aus dem öffentlichen Raum, insbesondere aus Schulen und Bildungseinrichtungen zu verdrängen, den Gottesbezug in der Europäischen Verfassung zu verhindern und religiöse Betätigung insgesamt zur Privatsache zu erklären.
Leben und Kultur in Europa sind tief vom Christentum geprägt. Das zeigt sich in Architektur, Kunst, Musik, Literatur und in den karitativen Einrichtungen für Kranke, Behinderte und Alte. Trotzdem verlangen wir Christen keine Privilegien. Was wir aber als Bürger dieser Gesellschaft und dieses Staates nachdrücklich fordern, ist das Recht auf unbehinderte Ausübung der Religion und auf unsere religiösen Symbole in der Öffentlichkeit.
Das Kreuz ist für uns Christen zentrales Symbol und Zeichen der erlösenden Liebe Gottes zu den Menschen. Es beleidigt niemand und tut niemand Gewalt an, sondern steht für Frieden und eine auf Versöhnung gerichtete Wertordnung.
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat uns nachdrücklich vor Augen geführt: Ein Staat ohne Gott und ohne Religion schafft nicht mehr Freiheit, er ist vielmehr anfällig für Inhumanität, Barbarei und Chaos.
Staat und Kirche haben den gleichen Menschen zum Ziel ihrer Bemühungen. Daher treten wir für ein partnerschaftliches Zusammenwirken ein, wo sich die beiden Bereiche berühren.
Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken