Resolution: Klares Nein zum Verein "Donum Vitae"
Wir erklären daher:
Seit seiner Gründung im September 1999 wird der Verein für
Schwangerenberatung „Donum Vitae" immer noch in der Öffentlichkeit mit der
katholischen Kirche in Zusammenhang gebracht. Dieser Eindruck wird noch durch
die Vorgehensweise von „Donum Vitae" unterstützt, indem der Verein konsequent
bemüht ist, kirchliche Einrichtungen und Mitarbeiter der katholischen Kirche in
seine Aktivitäten einzubinden.
- Die Grundsätze des Vereins „Donum Vitae" sind nicht mit der Lehre der
katholischen Kirche vereinbar. Um einen gegenteiligen Anschein zu vermeiden,
ist es unerlässlich, dass Einrichtungen der katholischen Kirche (Pfarrheime,
kirchliche Bildungshäuser, etc.) nicht für die Vereinszwecke von "Donum Vitae"
zur Verfügung gestellt werden.
- Die Arbeit von "Donum Vitae" im Rahmen der so genannten "Beratungsregelung"
in Deutschland trägt dazu bei, dass ungeborene Kinder straffrei getötet werden.
Eine Unterstützung dieser Arbeit durch Pfarrgemeinden – sei es durch
Kollekten, Pfarrsammlungen, Werbung, etc. – entspricht nicht der vom Hl. Vater
geforderten "Kultur des Lebens" und steht nicht im Einklang mit den Grundlagen
der katholischen Kirche.
- Personelle Überschneidungen sorgen in vielen Fällen für Unklarheit.
Mitglieder der katholischen Kirche, die „Donum Vitae" fördern, müssen darauf
hingewiesen werden, dass diese Aktivitäten im Widerspruch zur kirchlichen Lehre
stehen. Insbesondere haupt- oder ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirche muss
eine Mitarbeit oder Mitgliedschaft bei "Donum Vitae" untersagt werden.
- "Donum vitae" trägt dazu bei, dass sich das Rechtsbewusstsein bezüglich der
Abtreibung laufend verschlechtert. Dies kommt z. B. im "Heilbronner Urteil" vom
27. November 2001 zum Ausdruck: "Ein Schwangerschaftsabbruch hingegen, dessen
Voraussetzungen detailliert geregelt sind und an dessen Durchführung zudem
staatliche und kirchliche Stellen im Rahmen des obligatorischen
Beratungsgesprächs mittelbar mitwirken, ist nach dem Verständnis eines
unvoreingenommenen und verständigen Publikums, wenn auch nicht erwünscht, so
doch rechtmäßig".
- Eine Abgrenzung der katholischen Kirche in Deutschland von dem Verein
„Donum Vitae" muss auf allen Ebenen einsichtig gemacht und durchgeführt
werden.
Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken
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