Klare Stellungnahmen gegen den Mord von Ungeborenen

Während der Jahrestagung des Forums Deutscher Katholiken und der Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen wurden nach eingehender Beratung zwei Erklärungen abgegeben. Eine Solidaritätsadresse ging an Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg, der sich mit Entschiedenheit gegen die Finanzierung von Abtreibungen durch Steuermittel aussprach (siehe unten). Ebenso begrüßt wurde die Stellungnahme des Bischofs Gerhard L. Müller von Regensburg gegen den Beratungsverein "Donum vitae" (siehe unten).

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

 

Erklärung zur steuerfinanzierten Abtreibung

Die Deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2003 über 41 Millionen Euro Steuergelder für Abtreibungen ausgegeben. Hinzu kommen die staatlichen Zuschüsse für Beratungseinrichtungen wie "Pro Familia" und "Donum vitae", die Scheine für die rechtswidrige, jedoch straffreie Abtreibung ausstellen. Die Länder haben seit 1996 den Krankenkassen Kosten für die Tötung von 810.947 Kindern in einer Höhe 250,5 Millionen Euro erstattet. Der Einsatz von Steuergeldern zur Tötung ungeborener Kinder geschieht trotz einer extrem niedrigen Geburtenrate, die das gesamte Sozialsystem gefährdet. Das Geld für die Abtreibungen fehlt kinderreichen Familien, Kindergärten und Einrichtungen für die Jugendarbeit. Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg hat den Skandal der steuerfinanzierten Abtreibung angeprangert und gefordert, dass das "Schwangerenhilfegesetz" von 1995 mit seinen katastrophalen Auswirkungen auf den Prüfstand gestellt und geändert wird. Für seine mutige Wortmeldung gegen die political correctness verdient der Erzbischof von Bamberg Anerkennung, Respekt und Dank. Wir rufen alle Katholiken und die Bürger "guten Willens" auf, das Bemühen von Erzbischof Ludwig Schick zu unterstützen.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

 

Erklärung: Der Zweck heiligt nicht die Mittel

Das Forum Deutscher Katholiken und die Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen begrüßen die Stellungnahme des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller zur Schwangerenkonfliktberatung von "Donum vitae". Bischof Müller verdient Dank und Anerkennung, weil er die Lehre der Kirche klar und deutlich vertritt. Der Verein "Donum vitae" will abtreibungsgefährdete Kinder dadurch retten, dass er durch Ausstellung von Beratungsscheinen andere Kinder der rechtswidrigen, aber straffreien Tötung überlässt. Wer abtreibt und an einer Abtreibung mitwirkt, zieht sich nach Can. 1398 des Kirchenrechts die Exkommunikation zu. "Donum vitae" stiftet Verwirrung unter den deutschen Katholiken und übt Verrat am Glauben der Kirche.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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