Wo bleiben die Lichterketten? Warum schweigt der Bundespräsident?

Nachfolgende Pressemitteilung bezieht sich auf die Nachricht des Westfalen-Blattes vom 21./22. Juni 2003. "Der Messerstecher war während der Prozession unvermittelt auf den Messdiener, der ein großes Kreuz trug, zugestürmt und hatte ihm ein Messer in den Rücken gerammt. ... Der Mann hat angegeben ... "um etwas gegen die Kirche auszuführen".

"Wo bleiben die Lichterketten? Warum schweigt der Bundespräsident?" - fragte der Sprecher des Forums Deutscher Katholiken, nachdem während der Fronleichnamsprozession in Düsseldorf ein Anschlag auf einen Ministranten bekannt geworden war. Professor Hubert Gindert verwies auf die öffentliche Wachheit und Wachsamkeit bei Übergriffen auf jüdische Einrichtungen oder ausländische Mitbürger. "Wir können doch dieselbe Solidarität erwarten, wenn Ähnliches zu unserem Nachteil geschieht und der Täter, hier der Düsseldorfer Messerstecher, ausdrücklich dartut, er habe etwas gegen die Kirche ausführen wollen." Gindert zeigte sich verwundert darüber, dass der Haftbefehl gegen den Täter nur wegen versuchten Totschlags erlassen worden sei. "Warum wertet man das Geschehen nicht als versuchten Mord, oder ist eine solche Tat aus Kirchenhass etwa keine aus niedrigen Beweggründen?" Auch diese juristische Unterscheidung könne die bedrängende Frage klären, ob katholische Gläubige in diesem Land etwa vogelfrei geworden seien.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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