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Nächster Kongress "Freude am Glauben"

Wir greifen den Aufruf des Heiligen Vaters vom 15. Oktober zur Neuevangelisierung auf.

Der nächste Kongress "Freude am Glauben" mit dem Leitthema: „Die Kirche – mehr als eine Institution“ (Benedikt XVI.) findet vom 14. bis 16. September 2012 in Aschaffenburg statt.

Forum Deutscher Katholiken


Familienfeindliche Allianz gegen Betreuungsgeld für Mütter

Führende Repräsentanten der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Wirtschaftsinstitute, nämlich des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), des Rheinisch-Westfälischen Instituts (RWI) sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), haben zum Jahresende das von der Bundesregierung für 2013 beschlossene Betreuungsgeld massiv angegriffen und als „Herdprämie“ diffamiert.

Zu dieser Diffamierungsallianz aus Wirtschaftskreisen kommt eine Koalition von SPD, Grünen und Die Linke und Vertretern der CDU hinzu. Das geplante Betreuungsgeld für die Mütter darf gerade einmal nur 100 – 150 Euro betragen, während mit 1200 Euro pro Monat – das ist das Siebenfache des Betreuungsgeldes – jeder Krippenplatz in Westdeutschland lukrativ mit öffentlichen Mitteln ausgestattet wird.

Die bunt zusammengesetzte Volksfront gegen das Betreuungsgeld hat offensichtlich Probleme mit dem im Grundgesetz verankerten Recht der Eltern, wonach „Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht sind“ (GG,Art.6,2). Außerdem verlangt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998, nach dem Gleichheitsgrundsatz die außerhäusliche Betreuung nicht besser als die familiäre Erziehung zu stellen. Schließlich wird der Wunsch der Eltern nach Wahlfreiheit durch politische und finanzielle Tricks manipuliert.

Eltern können rund um den Globus, auch ohne staatliche Lizenz, ihren Nachwuchs am besten erziehen, weil ihnen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt.

Der Wirtschaft ist auf dem Weg von der sozialen Marktwirtschaft zum Kapitalismus nicht an den Frauen und Müttern interessiert, sondern nur an der Arbeitskraft. Den politisch Linken geht es um die Emanzipation von den familiären Bindungen. Auf der Strecke bleiben die Kinder, die Frauen und Mütter, die Familien und die Menschlichkeit.

Die Zeche wird die ganze Gesellschaft zahlen. Deutschland ist eines der kinderärmsten Länder der Welt und wird es bleiben. Der Druck der Alterspyramide auf die Gesellschaft wird weiter zunehmen. Ideologen haben die Familie im Griff und produzieren eine Gesellschaft ohne Menschlichkeit.

Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, die Wahlfreiheit der Eltern in der Kindererziehung zu stärken!

Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken


Liebe Freunde des Kongresses „Freude am Glauben“,

wir stehen in der Adventszeit und richten unseren Blick auf Weihnachten. Wenn wir uns aber keinen Illusionen hingeben wollen, dürfen wir auch in dieser Zeit die gesellschaftliche und innerkirchliche Situation, in der wir stehen, nicht außer Acht lassen. Das mindert nicht unsere Freude am Glauben. Im Gegenteil! Es stärkt nur unser Engagement.

Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZDK) fordert in einem Beschluss vom 18. November mit 126 zu 16 Stimmen, Frauen zur Diakonenweihe zuzulassen, und ruft dazu auf, dem Netzwerk „Diakonat der Frau“ beizutreten. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz P. Dr. Hans Langendörfer SJ hat das bedauert.

Eigentlich kann niemand, der die Vorgänge in den katholischen Frauenverbänden in den vergangenen Jahren beobachtet hat, darüber erstaunt sein. Das Netzwerk „Diakonat der Frau“ besteht sei Jahren. Für die Netzwerker ist der Diakonat nur der erste Schritt, wie offenherzig angekündigt wird, um danach die Priesterweihe für Frauen einzufordern, da das Priestertum, nach der Lehre der Kirche, dreistufig gegliedert ist.

Der ZDK-Beschluss ist ein weiterer Schritt in der faktischen Spaltung der katholischen Kirche in Deutschland in kirchen- und lehramtstreue Katholiken und solche, die selbstherrlich bestimmen, was von der Lehre der Kirche für sie gilt. Denen, die diese Spaltung aus Naivität oder Täuschungsabsicht leugnen, haben Hubert Jedin und Konrad Repgen bereits am 16. September 1968 in ihrer Eingabe an die Deutsche Bischofskonferenz ins Stammbuch geschrieben: „Nichts fördert eine Kirchenspaltung so sehr wie die Illusion, sie würde nicht existieren.“

Der Weltbildskandal hat uns vor Augen geführt, dass die Bischöfe vor der Systemfrage stehen. Bischöfe brauchen keine Manager eines Unternehmens zu sein. Ihre „erste Aufgabe ist vor allem die frohe Botschaft zu verkünden …“ (KKK, Ziff. 888). Wenn ihnen aber ein Unternehmen gehört, haben sie auch die Verantwortung für die Unternehmenspolitik. Können sie sich auf Mitarbeiter und von ihnen Beauftragte nicht mehr darauf verlassen, dass diese auftragsgemäß handeln, bleibt nur die Trennung von einem solchen Unternehmen. Denn es steht das wertvollste Kapital der Kirche, die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Die Bischöfe wurden im Fall Weltbild vom Aufsichtsrat im Dunkeln über das Sortiment von Weltbild gehalten. Die Kirche will sich nun von „Weltbild“ trennen. Das ist eine richtige Entscheidung.

Die Bischöfe stehen weiterhin vor der Frage, wie sie ihre Entscheidungsfreiheit zurückgewinnen können. Das ist ein zentrales Problem der katholischen Kirche in Deutschland. Führungsverantwortung übernehmen kann unbequem sein. Das wissen die Bischöfe. Sie stehen vor mächtigen, kaum mehr überschaubaren und kontrollierbaren Apparaten. Weltbild ist ein Fall dafür. Ein weiteres Beispiel kann das Gemeinte verdeutlichen: Ende Dezember 1960 umfasste der Ordinariatsapparat der Erzdiözese München 48 Mitglieder, heute sind es knapp 1000. Das entspricht einer Verzwanzigfachung. Solche Apparate können sich mit sich selber beschäftigen, eine Menge Papier produzieren und so Effizienz vortäuschen.

Die Bischöfe stehen in Gefahr, einer Illusion zum Opfer zu fallen: Sie haben einen vollen Terminkalender, der ihnen das Gefühl des rastlos Tätigseins gibt. Sie stehen vor imposanten mächtigen Ordinariatsapparaten und sie haben auf dem Papier katholische Massenorganisationen, z. B. den Bund der Deutschen Katholischen Jugend, BDKJ (600.000), die Gemeinschaft Katholischer Frauen Deutschlands, kfd (650.000), den Katholischen Deutschen Frauenbund, KDFB (220.000) etc. Die Täuschung besteht darin, diese Gebilde mit einer lebendigen, vitalen Kirche gleichzusetzen. Papst Benedikt XVI. hat in Freiburg gefragt: „Steht hinter den Strukturen auch die entsprechende geistige Kraft – Kraft des Glaubens an einen lebendigen Gott? Ehrlicherweise müssen wir doch sagen, dass es bei uns einen Überhang an Strukturen gegenüber dem Geist gibt.“

Innere Kündigung, mangelnde Identifikation mit der Lehre der Kirche finden sich in kirchlichen Einrichtungen wie Kitas, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, karitativen Stellen und, was besonders gravierend ist, in Institutionen, in denen Medienleute, Priesteramtskandidaten, Religionslehrer und Pastoralassistenten ausgebildet werden.

In der Eucharistiefeier auf dem Flughafengelände in Freiburg äußerte Papst Benedikt XVI.: „Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz vom Glauben berührt wäre.“

Die klarste Situationsbeschreibung mit den entsprechenden Konsequenzen findet sich beim Militär. Dort gibt es den Grundsatz, wenn eine Armee nicht mehr kämpfen will oder schon im Zustand der Meuterei steht, muss sie von der Front abgezogen werden und durch neue Truppen ersetzt werden, weil sie sonst mit ihrer Haltung die übrigen ansteckt. Wenn keine Reserven mehr verfügbar sind, ist der Rückzug unvermeidlich.

Es nützt nichts, gebetsmühlenhaft zu wiederholen: das ZDK vertritt mich nicht, oder, die Bischöfe müssten dem ZDK, dem BDKJ und anderen kirchlichen Organisationen den Geldhahn zudrehen oder sie auflösen. Die Bischöfe werden das nicht tun. Sie werden diesen Organisationen, selbst wenn sie völlig ungeniert und öffentlich Forderungen stellen, die quer zur Lehre der Kirche stehen, die Bezeichnung „katholisch“ nicht aberkennen. Was ist zu tun? Hat die Kirchen noch Reserven. Sie hat sie!

In Deutschland gibt es, nach dem Bericht der Herbstkonferenz der deutschen Bischöfe (Tagespost v. 16.10.2011) 81 neue geistliche Gemeinschaften und Bewegungen mit einer Mitgliederzahl von über 100.000 und einem großen Sympathisantenumfeld. Hinzu kommen weitere Organisationen, die nicht im ZDK organisiert sind, wie z. B. die Legio Mariens, die Katholischen Pfadfinder Europas (KPE) etc. Würden sich diese Gemeinschaften und Gruppen zu einem lockeren Verband konstituieren und gemeinsame Veranstaltungen und Kongresse abhalten oder Initiativen durchführen, wäre das eine Kraft, die weder von der Öffentlichkeit noch innerkirchlich ignoriert werden kann. Die relative Bedeutungslosigkeit dieser Gemeinschaften ist also selbstverschuldet. Es geht darum, katholische Alternativen denen gegenüber aufzuzeigen, die sich in ihrer Einstellung von der Kirche inzwischen weit entfernt haben.

In wenigen Wochen feiern wir das Geburtsfest unseres Erlösers. Das ist eine einfache und konkrete Botschaft. Aber glauben die Menschen unserer Zeit noch an einen Erlöser? Sehnen sie sich noch danach? Papst Benedikt XVI. hat auf seinem Deutschlandbesuch gefragt, wie kann man „das innere Heimweh des Menschen zur Sprache bringen“? Am ehesten durch den gelebten Glauben, durch unser Glaubenszeugnis!

Allen Freunden, Mitstreitern und -betern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes und gutes Jahr 2012!

Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken


Mannheim und was dann?

Die Auftaktveranstaltung für das überdiözesane Gesprächsforum ist am 9. Juli in Mannheim zu Ende gegangen. Sie zielte, wie im Einladungsschreiben steht, nicht auf „Beschlüsse und Handlungsprogramme“. Das Treffen sollte aber „Perspektiven und Handlungsprogramme“ für die Jahre 2012 bis 2015 bringen. Die Delegierten sind von Mannheim mit der Frage, wie wird es weiter gehen, nach Hause gefahren. Viele sind ratlos und verwirrt. Die Erwartungen an den Dialogprozess gehen weit auseinander. Lesen Sie hier weiter

 

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